You Are Viewing

A Blog Post

Beatrice Egli – Glücksgefühle

Beatrice Egli aus Pfäffikon, SZ, ist Deutschlands frisch gekürter Superstar und hat in diesem Jahr Besonderes erreicht: Sie ist erst die zweite Frau, die diesen begehrten Titel gewinnen konnte und gleichzeitig ist sie die erste Schlagerkünstlerin überhaupt, die sich den Sieg der Casting-Show sichern konnte. Wir haben (eine wie immer bestens gelaunte) Beatrice in Zürich zum Interview getroffen.

Die diesjährige DSDS Gewinnerin scheint für das Management auf der ganzen Linie ein Glücksfall zu sein: Mit Charme und Diszplin bewältigt sie den Promomarathon. Heute morgen um 5 Uhr aus Wien kommend sind zwei Tage Promo in der Schweiz angesagt. Das muss reichen. Und alle stehen sie auf der Matte: Tele, Glanz & Gloria, Radios. Beatrice bewältigt alles mit einem Lächeln. Es sei so lange ihr Wunsch gewesen, im Musikbusiness wirklich Fuss zu fassen, da müsse man halt jetzt einfach mit diesem vollen Programm leben. Das sei jetzt DIE Chance, die sie unbedingt packen wolle.

Dass sie lange Zeit als Favoritin für die DSDS Krone galt, hat Beatrice zunächst nicht geglaubt, und dann nicht glauben wollen, weil „es immer Unglück bringt, wenn man der Favorit ist“. In dieser Beziehung ist sie ganz schweizerisch bescheiden, auch wenn sie sonst klarstellt, dass ihre Nationalität für den Sieg keine Rolle gespielt habe: „Ich mache Schlager, und zwar Deutschen Schlager. Da spielts keine Rolle, ob ich aus der Schweiz oder Österreich oder Deutschland komme“. Ihr Manager Volker Neumüller sieht das ein wenig anders: „Ihr Schweizer habt jetzt schon zum zweiten Mal den Pott geholt, da könnt ihr schon stolz sein drauf“. Und irgendwie kommt zwischen den Zeilen durch, dass er ganz gerne in der Schweiz ist und auch gerne mit Schweizern arbeitet.

Was viele vielleicht noch nicht wussten: Gemäss den von RTL kurz nach der Entscheidung publizierten Statistiken war Beatrice von Beginn der Mottoshows weg die absolute Favoritin, mit regelmässig ersten Plätzen beim Zuschauervoting.

Angesichts dieser Zahlen verwundert es nicht besonders, dass Beatrice in der Folge von RTL und vor allem Dieter Bohlen konsequent gepusht wurde (Anruf und Livebesuch von Andrea Berg, Livebesuch von Heino, Promotermin mit Helene Fischer). Man muss eigentlich kein Verschwörungstheoretiker sein, um zu vermuten, dass die Organisatoren schon lange vor dem Finale mit einer Siegerin Beatrice Egli rechneten und darin auch eine durchaus passable Überlebensmöglichkeit für das dümpelnde Format erkannt haben. Damit wäre dann auch erklärt, wieso wir nur eine Woche nach dem offiziellen Finale bereits das Debütalbum im Handel und in den Downloadshops finden. Die Wahrheit sieht allerdings etwas anders aus: Bis auf die Vocals wurden tatsächlich die Albem aller drei Halbfinalisten bereits vorgängig produziert und eben nur die Vocals wurden dann in der Woche nach dem sensationellen (über 70% der Zuschauerstimmen voteten für Beatrice) Sieg eingespielt. Dass dabei ein so professionelles Album herauskommt, darf allen Beteiligten, nicht nur der Protagonistin, hoch angerechnet werden.

Na denn: Wir Schweizer können nach Luca Hänni den Pokal von „Deutschland sucht den Superstar“ also für ein weiteres Jahr im eigenen Land behalten. Freuen wir uns darüber! Bei DSDS sind wir Schweizer auf alle Fälle massiv erfolgreicher als in über 50 Jahren Eurovision Song Contest. Das Album ist ein paar Wochen nach Erscheinen immer noch stabil auf den vorderen Hitparadenplätzen anzutreffen, die Single ebenfalls, Radio-Airplay ist Beatrice – trotz Schlager – sicher. „Wie wird denn die zweite Single heissen?“, frage ich. „No comment“ – das ist die offizielle Antwort. Mit ausgeschaltetem Mikrofon sind wir uns dann aber einig, welcher Titel wohl als nächstes ausgekoppelt werden sollte. Das liebe Leser dürft Ihr hier unten aber selber erraten. :-)

Damit also zu guter Letzt noch ein paar Worte zum Album: Wie nicht anders zu erwarten war, präsentieren uns RTL und Dieter Bohlen ein lupenrein produziertes Debut mit astreinen Schlagern, die sofort ins Ohr gehen. Die qualitative Entwicklung der Songs und natürlich auch der Perfomance zum wirklichen Debutalbum von Beatrice aus dem Jahr 2011 ist schon frappant.

Angesichts des grossen Erfolgs im gesamten Deutschsprachigen Raum passt schon, dass Schlager dieses Jahr gewonnen hat, denn selten klangen Dieter Bohlens Songs besser als in der Schlagerversion und man kann gut heraushören, dass es dem Songschreiber Dieter Bohlen in dieser Musiksparte mindestens so wohl ist, wie im Pop. Findet ihr nicht auch?

Hörtipps

Mein Herz

Jetzt Und Hier Für Immer

Verlieben, Verloren, Gelacht Und Geweint

Flieg Nicht So Nah Ans Licht

Unzertrennlich

Am 1. Juni findet übrigens der erste Schweizer TV-Show Auftritt von Beatrice seit dem Sieg bei DSDS statt: HAPPY DAY, ab 20.10 auf SRF1.

Schlagwörter: , , , ,

Kommentar verfassen