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Daft Punk – Random Access Memories

Acht Jahre nach dem letzten Studioalbum „Human After All“ und drei Jahre nach dem Soundtrack „Tron: Legacy“ erscheint am 17. Mai 2013 mit „Random Access Memories“ das mit Hochspannung erwartete vierte Daft Punk-Studioalbum.

Selten waren die Erwartungen an eine Album-Veröffentlichung höher, selten war der Hype um jeden Schnipsel Vorab-Musik grösser als im Falle von „Random Access Memories“. Zusätzliche Euphorie entfachte Mitte April die erste Single-Auskopplung „Get Lucky“, das in Zusammenarbeit mit Produzenten- und Musikerlegende Nile Rodgers (Chic, David Bowie etc.) an der Gitarre und HipHop/R&B-Genie Pharrell Williams (Neptunes) am Gesang entstanden war. Der elegante Uptempo-Discotrack schoss sofort weltweit an die Spitze der Charts (u.a. Platz eins in UK, Australien, Frankreich, Italien, Schweiz, Irland, Dänemark und Israel).

Im Rahmen des Coachella-Festivals gab das französische Duo überdies die weiteren Album-Kollaborationspartner bekannt: Panda Bear (Animal Collective), Julian Casablancas (The Strokes), Todd Edwards, DJ Falcon, Chilly Gonzales, Giorgio Moroder und Paul Williams.

Obwohl Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter a.k.a. Daft Punk öffentlich nie ohne Robot-Styling auftreten, scheint ihnen das Humane Element in ihrer Musik mit den Jahren zunehmend wichtig zu sein. Das letzte Studioalbum hiess „Human After All„, der Opener des neuen Albums heisst „Give Life Back To Music„. Na, wenn das keine Ansage ist!

Das neue Album klingt wie ein Mashup zwischen Disco und Electro. Beim Hören fällt beim allerersten Takt die vergleichsweise ‚analoge‘ Produktion auf. Im Gegensatz zu allen früheren Alben finden sich auf „Random Access Memories“ nur wenige Samples, der Grossteil der Instrumente wurde im Studio live eingespielt. Das Resultat ist ein „warmer“ Discosound, homöopathisch versetzt mit Vocodern und Synthie-Klängen. Vor allem die Livedrums kreieren in den Rhythm Sections der Songs ein ganz besonders wuchtiges Klangerlebnis. Auf vielen Tracks ist Nile Rodgers‘ Handschrift unmissverständlich spür- und hörbar, und das macht definitiv einen der Reize dieses Albums aus. Daft Punk mit diesem Album live zu erleben, das muss ähnlich faszinierend sein wie Live-Hip-Hop mit The Roots.

Einem weiteren Disco Übervater wurde auf dem Album gleich ein über 9 Minuten langer Titel gewidmet: Giorgio Moroder. Der Südtiroler (übrigens ein Neffe von Bergsteigerlegende Luis Trenker) gilt gemeinhin als Erfinder der Disco/Synthesizermusik in den 70ern/80ern. Im epischen Titel „Giorgio By Moroder“ erzählt der Musiker und Produzent von der Geschichte des Synthesizers in der modernen Musik. Sowas hat jetzt eher nicht Hitcharakter wie „Get Lucky“, aber für eingefleischte Fans hat gerade die jamsessionartige Entwicklung des Titels bestimmt viel Charme.

Hörtipps

Give Life Back To Music

The Game Of Love

Within

Instant Crush

Lose Yourself To Dance

Beyond

Motherboard

Fragments Of Time

Doin‘ It Right

Contact

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