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Kenny G – Brazilian Nights

Kenny G kann schon heute auf eine der eklektischsten und erfolgreichsten Karrieren im Musikbusiness zurückblicken. Für sein titelloses Debütalbum von 1982 erhielt er in den USA gleich seine erste Goldene Schallplatte, der noch viele weitere Gold- und Platinauszeichnungen folgen sollten. Zwölfmal Platin gab es allein für das 1992er Album “Breathless”, das damals vielen den Atem verschlug.

Trotz des ungeheuren kommerziellen Erfolgs verharrte Kenny G aber nie im kreativen Stillstand, sondern liess sich von seiner musikalischen Neugier zu sehr unterschiedlichen Projekten verleiten. Auf seinem neuen Album “Brazilian Nights” widmet er sich erstmals ausschliesslich einem Musikstil, den er seit langem liebt.

“Ich habe die Bossa Nova mein Leben lang geliebt”, sagt der Saxophonist. “Ich glaube, der erste Song, der mich für sie einnahm, war Cannonball Adderleys Version von ‘Quiet Nights’. In letzter Zeit habe ich (nonstop!) ein Stan-Getz-Album gehört, das ‘Getz For Lovers’ heißt. Ich glaube, ich habe das Album in den letzten fünf Jahren buchstäblich täglich gehört. Und es inspirierte mich wirklich dazu, dieses neue Album aufzunehmen. Mein Ziel war nicht nur, ein Bossa-Album zu machen, das den ‘Meistern’ Tribut zollt, die ich gehört habe (Cannonball Adderley, Paul Desmond und Stan Getz), sondern auch eigene Bossa Novas zu schreiben und aufzunehmen, die – so hoffe ich – in dieser distinguierten Gesellschaft ‘mithalten’ können. In aller Bescheidenheit: mir scheint, das habe ich geschafft.”

Das Repertoire von “Brazilian Nights” ist ein Mix aus Klassikern und Originalen von Kenny G. Fünf der zehn Nummern schrieb der Saxophonist (der hier Alt, Tenor und Sopran spielt) mit seinem langjährigen Songwriting-Partner Walter Afanasieff, der das Album auch koproduzierte.

Kenny G räumt freimütig ein, dass er in das “Brazilian Nights”-Projekt eine Menge Zeit investiert hat, da er erst einmal selbst vollkommen in diese ungemein leichte und melodische Musik eintauchen wollte. “Ich verbrachte anderthalb Jahre damit, dem vor Jahrzehnten entstandenen Bossa-Nova-Stil wirklich auf den Grund zu gehen.

Ich hatte Spass und lernte eine Menge, während ich mich dieser ‚Labour of Love‘ – dieser ‘Liebesarbeit’ widmete. Und ich hoffe aufrichtig, dass mein Publikum beim Hören des Albums ähnliches empfindet, wie ich es tue, wenn ich nach einem langen Tag meine Bossa-Nova-Klänge auflege. Mit Worten kann man dieses Gefühl nicht beschreiben. Aber ich hoffe, dass die Melodien, die ich hier spiele, es tun.

Hörtipps

Bossa Antigua

Corcovado (Quiet Nights Of Quiet Stars)

Brazilian Nights

Menina Moca

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