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ZPYZ – 2080

Von unseren Innerschweizer Freunden Little Jig erreichte uns kurz nach dem Gurtenfestival das LP-Debüt der Berliner Elektro-Synth-Pop-Schnauzen ZPYZ.

Die Singles She’s A Dreamer und Walking Alone haben es denn auch sofort in unsere Playlisten geschafft, allen vorab IP Radio von 20 Minuten. Ausser Rete Tre und Radio Rumantsch hat das Potenzial dieses Albums in der Schweizer Landschaft leider noch niemand erkannt. Man kann sich schon fragen, wieso unsere lieben Radios allesamt teure Musikredaktoren beschäftigen, wenn sie ausser Katy Perry, Jack Johnson und Edward Maya & Vika Jgulina nichts wirklich Neues bieten.

[soundcloud url=“http://soundcloud.com/dmd2/sets/spyz-2080″]

Aber zurück zu ZPYZ.

Nachdem gestern über Twitter dieser Hilferuf eingegangen ist, mussten wir einfach über dieses sensationelle Album berichten.

Bevor Ihr jetzt weiterlest, klickt erstmal in die Soundcloud und hört euch die einzelnen Titel an!

Wie beschreibt man ZPYZ? Mit Pop? Mit Electro? Wenn man dem offiziellen Pressrelease Glauben schenkt, ist es einfach „Pop“. Weil:

Großer Pop bleibt unwiderruflich im Ohr kleben und wird dort langfristig sesshaft. Großer Pop weiß, was er tut und klingt trotzdem so als wäre nichts geplant.

ZPYZ stehen auf großen Pop und haben deshalb ein abwechslungsreich bewegendes Album produziert, dessen Songs nur einen gemeinsamen Nenner haben: sie machen süchtig.

Ist das Donald Fagen von Steely Dan, der da hymnisch zu einer euphorischen Synthie-Melodie schwelgt, die auch von Digitalism oder Chromeo stammen könnte? Sind das die Beastie Boys, die da zackig einen Song vortragen, der schwer
nach Bloc Party klingt? Wagen sich hier Kiss an eine zeitgenössische Version von „I was made for loving you“? Und wie kommt ein neuer Neptunes Song auf diese Platte?

Naja, solche Vergleiche sind meiner Meinung nach immer etwas unglücklich, denn jede Band will doch primär als eigenständig wahrgenommen werden. Deshalb: Diese Band klingt einfach wie … ZPYZ!

Seit ihrem vierzehnten Lebensjahr teilen Locke und Ivan, die waschechten Berliner hinter ZPYZ, ihre musikalischen Leidenschaften. Abwechselnd spielt mal der eine das Schlagzeug, der andere die Gitarre – oder umgekehrt.

Als sie in den 1990ern schwer vom HipHop-Virus erfasst werden, wird das platzraubende Schlagzeug gegen einen MPC Drumcomputer ausgetauscht und der digitale Rhythmus schleicht sich in den kreativen Output ein.

Das in den vergangenen Jahren erworbene, eklektische Musikverständnis, spielen ZPYZ nun auf ihrem Debütalbum in voller Länge aus. Mal vibriert alles elektronisch, dann rocken sie schnörkellos und im nächsten Moment versinkt die Atmosphäre in entspannt poppiger Träumerei.

ZPYZ sind auch live ein Erlebnis. Wer mag, kann sich gerne davon überzeugen: Am Samstag, dem 16. Oktober, im X-tra in Zürich.

Das Album 2080 von ZPYZ ist seit dem 20. August digital (hier bei iTunes) oder physisch (hier bei cede.ch) erhältlich.

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5 Comments
  • Greg Z. on 01.09.2010

    Hey Alex, schön gebrüllt, Löwe!! Thanks for your support!!

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