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Zucchero – Chocabeck

Chocabeck heisst umgangssprachlich soviel wie „leerer Papiersack“, d.h. drin ist nichts als Luft, macht dafür umso mehr Lärm wenn man draufsteht.

Gemäss Zucchero hörte er den Ausruf „A ghe di chocabeck“ (hier hast du chocabeck) von seinem Vater sonntags, wenn es ausnahmsweise keinen Kuchen gab.

Das neue Studioalbum des Adelmo Fornaciari ist ein eigentliches Konzeptalbum, insgesamt ruhiger als frühere, und handelt von Zucchero’s Heimat, der Emilia Romagna. In diesem Umfeld, seinem Anwesen, gebaut im 7. Jahrhundert, entstanden elf Geschichten, die sich anhören wie ein Film ohne Bilder. Der Film ist voller Emotionalität, die man fast körperlich spüren kann, wenn man sie an sich heranlässt.

Wie es sich für Italien’s Musikexport Nr. 1 gehört, haben auch auf diesem Longplayer wieder illustre Gäste mitgewirkt: dem Titelsong Chocabeck wurden Vocals von Beach Boy Brian Wilson spendiert, Someone Else’s Tears wurde von Zu’s Freund Bono getextet. Als weiterer Co-Autor liess sich Tears For Fears‘ Roland Orzabal (God Bless The Child) gewinnen.

Bevor wir auf einzelne Tracks eingehen, hier zunächst ein Ciao vom Meister persönlich:

Das neue Album, soviel sei schon jetzt prognostiziert, wird nach fast dreissigjähriger Karriere natürlich auch wieder ein grosser Erfolg werden. Wie schon erwähnt, kommt das Album insgesamt ruhiger daher.  Die Zusammenarbeit mit Brendan O’Brien und die String-Arrangments von Davide Rossi verhelfen den Uptempo Nummern zum „Zu-Groove“, der diesen Ausnahmekünstler so einmalig macht.

Echte Zucchero-Fans werden ohne Zweifel am 5. November den Download starten oder die CD im Laden holen. Wer noch „Reason – why – to – buy“ sucht, der hört jetzt ein paar Snippets:

Der Opener: Un Soffio Caldo (Ein warmer Atemzug) – Der Song beschreibt den Tagesbeginn irgendwo auf dem Land in der Reggio Emilia.

http://s3.amazonaws.com/DMD2/snippets/contemporary/Z/Zucchero/Zucchero_Chocabeck_2010/1_Zucchero_Un_Soffio_Caldo.mp3

Soldati Nella Mia Città (Soldaten in meiner Stadt) – obwohl Zucchero nach dem 2. Weltkrieg geboren wurde, prägte dieses schreckliche Ereignis das Leben in Norditalien noch lange danach. Dieser positive Song beschreibt die Aufbruchstimmung, wenn die Sonne wieder zu scheinen beginnt und der Regen nachlässt, und die Soldaten die Stadt verlassen.

http://s3.amazonaws.com/DMD2/snippets/contemporary/Z/Zucchero/Zucchero_Chocabeck_2010/3_Zucchero_Soldati_Nella_Mia_Citta.mp3

Vedo Nero (ich sehe schwarz) – hat in diesem Fall nichts mit Pessimismus zu tun, im Gegenteil. „Io vedo nero“ heisst auch „Ich lasse mich gehen, ich gebe die Kontrolle ab“. Das Orchester-Arrangement von Davide Rossi trägt den Titel durch die Party, die die ganze Nacht andauert…

http://s3.amazonaws.com/DMD2/snippets/contemporary/Z/Zucchero/Zucchero_Chocabeck_2010/5_Zucchero_Vedo_Nero.mp3

Oltre Le Rive (jenseits der Küste) – der romantischste Song des Albums handelt von der unvergänglichen Liebe. Liebe für jemanden, den/die man vielleicht einmal verloren hat, die aber derart prägend war, dass sie einen das ganze Leben lang begleitet. Der Song sagt: „Ich werde immer für dich da sein, auch wenn sich unsere Wege getrennt haben, und du wirst immer ein Teil von mir sein“.

http://s3.amazonaws.com/DMD2/snippets/contemporary/Z/Zucchero/Zucchero_Chocabeck_2010/6_Zucchero_Oltre_Le_Rive.mp3

Chocabeck erscheint am 5. November.

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